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Zu meiner Person
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Ich bin 1963 geboren und eigentlich sah es nie so aus, als ob ich
einmal einen medizinischen Beruf ergreifen würde.
Nach dem Abitur im Jahre 1982 absolvierte ich eine Lehre zur Reiseverkehrskauffrau
und arbeitete anschließend viele Jahre in dieser Branche, wobei
mir schon immer der Kontakt zu den Menschen das Wichtigste an meinem
Beruf war.
In den 90er Jahren änderte sich mein Leben auf ziemlich dramatische
Weise. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich ein kerngesunder Mensch gewesen,
den nichts umhauen konnte. Plötzlich zwickte und kniff es an
den unmöglichsten Stellen. Da ich noch sehr jung war, konnten
sich die Ärzte keinen Reim aus meinen Beschwerden machen. So
wurde ich von einem Facharzt zum nächsten geschickt, währenddessen
immer mehr Zeit verstrich und sich meine Erkrankung in Ruhe ausbreiten
konnte. Es dauerte mehrere Monate bis mir die endgültige Diagnose
mitgeteilt wurde. Ich litt an einer Autoimmunerkrankung, bei dem der
Körper Schwierigkeiten hat, fremd von eigen zu unterscheiden
und so die Antikörper den eigenen Körper angreifen. Für
mich brach natürlich eine Welt zusammen, aber so schnell war
ich nicht kleinzukriegen. Ich begann systematisch, mich mit meiner
Erkrankung auseinanderzusetzen und wurde sehr schnell zu einer Expertin
auf diesem Gebiet.
Die folgenden Jahre verbrachte ich sehr häufig in Krankenhäusern
und Arztpraxen und merkte, dass es Vorteile hatte, wenn man über
die eigene Erkrankung Bescheid wußte. Nur so konnte ich als
kompetenter und mündiger Patient mit den Ärzten zusammenarbeiten.
Leider stieß ich im Laufe meiner Krankheitskarriere immer wieder
auf Situationen, die mir verdeutlichten, wo es in unserem Gesundheitswesen
bzw. beim Arzt-Patienten-Kontakt mangelt. Es war nicht ich als Mensch,
der behandelt wurde, sondern nur einzelne Körperteile, die gerade
symtomenbedingt in den Vordergrund traten. Da saß ich dann beim
Röntgen und die Arzthelferin teilte ihrer Kollegin mit, dass
nur noch eine Lunge und eine Leber im Wartezimmer sitzen würden.
Ich denke, man kann sich vorstellen, wie klein und menschenunwürdig
man sich in solchen Momenten fühlt. Zählt der Mensch als
Ganzheit gar nicht mehr ????
Meine Unzufriedenheit wuchs mit den Jahren und es verstärkte
sich mein Wunsch, es allen zu zeigen, dass es auch anders geht. Es
sind Menschen, die erkranken und nicht nur einzelne Körperteile.
Welche Ängste, Sorgen und Probleme haben diese Menschen und haben
sie unmittelbar mit ihren körperlichen Beschwerden zu tun? All
das wollte nie ein Arzt von mir wissen. Die Anamnese beschränkte
sich ausschließlich auf meine körperlichen Symptome. Irgendwann
ging mir ein Licht auf und ich beschloß, an einer der besten
Heilpraktikerschulen Norddeutschlands eine 3-jährige Ausbildung
zu absolvieren. So hatte ich zum einen die Möglichkeit, noch
viel mehr über das Wunderwerk Mensch zu erfahren und gleichzeitig
die Chance, bei bestandener Prüfung anderen Menschen helfen zu
können.
Die Ausbildung war super spannend und interessant und nach hartem
und intensivem Lernen schaffte ich die Prüfung beim ersten Anlauf.
Jetzt stand ich vor der schwierigen Entscheidung, welche Therapieverfahren
ich in meiner Praxis anbieten wollte. Durch meine eigene Erkrankung
hatte ich mich in den letzten Jahren natürlich auch auf die Suche
nach alternativen Heilmethoden begeben. Hier fand ich zunächst
große Hilfe in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin),
sodass ich voller Begeisterung eine Ausbildung in dieser Richtung
absolvierte. Die Erfolge in meiner Verwandtschaft ließen auch
nicht lange auf sich warten.
Mehr durch einen Zufall landete ich dann bei der Klassischen Homöopathie,
von der mir meine Freundin schon seit Jahren fasziniert berichtet
hatte. Positive Erfolge am eigenen Körper und große Neugier
veranlaßten mich dann, eine 3-jährige Homöopathie
Ausbildung zu absolvieren. In dieser Therapieform habe ich nun das
gefunden, wonach ich in all den Jahren meiner Erkrankung gesucht habe.
Hier wird der Mensch wirklich als eine Ganzheit betrachtet mit all
seinen Facetten, Vorlieben, Ängsten, Angewohnheiten und körperlichen
Schwachstellen. Es ist schade, dass der Homöopathie in Deutschland
nicht mehr Aufmerksam gewidmet wird, denn sie könnte vielen Menschen
helfen, ihre Lebensenergie positiv zu beeinflussen und somit Krankheiten
zu heilen. |
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